Nachrichten

19.06.2018 Presse

Pressmitteilung

Delegiertenversammlung, 19. Juni 2018

Erfolgsversprechende Marktentwicklung  

Die Sortenorganisation Gruyère konnte anlässlich ihrer Delegiertenversammlung feststellen, dass sich der Markt für Gruyère AOP im Jahr 2018 erfolgsversprechend weiterentwickelt hat und es wieder ermutigende Perspektiven für die ganze Branche gibt. Die Delegierten trafen sich am 19. Juni 2018 in den Lokalitäten der Berufsschule Evologia in Cernier im Kanton Neuenburg.

Die auf dem Höhepunkt der Eurokrise getroffene Entscheidung, eine Politik der Aufrechterhaltung der Preise durch Beschränkung der produzierten Menge zu bevorzugen, erwies sich somit als Gewinn. Zu Beginn dieses Jahres kann die Produktion von Bio- und traditionellem Gruyère AOP wie auch von Gruyère Alpage AOP unter guten Bedingungen erfolgen. Die Lagerbestände sind auf einem korrekten Niveau und die Verkäufe am Jahresanfang bewegen sich in der Schweiz wie auch im Ausland in der Nähe der Rekorde. Gleichzeitig erlaubt diese Lage jedem Einzelnen, annehmbare Verkaufspreise beizubehalten oder zu erreichen.

Die Delegiertenversammlung akzeptierte die Jahresrechnung mit einer soliden finanziellen Situation, die auch die Notwendigkeit bestätigt, Marketinginvestitionen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Reserven zu schaffen, um in schwierigeren Zeiten genügend Handlungsspielraum zu haben.

Diese erfreulichen Feststellungen dürfen aber nicht die Herausforderungen verschleiern, welche die Branchenorganisation in Zukunft zu bewältigen hat. Auf der Grundlage des Pflichtenhefts des Gruyère AOP muss intern die handwerkliche Vision aufrechterhalten werden. Diese bildet die Stärke des Produkts im Dschungel der heute auf dem Markt angebotenen Käsesorten. Doch niemals dürfen wir vergessen, dass Nichts wirklich sicher ist.

Auf politischer Ebene ist es unerlässlich, dass geschützte Ursprungsbezeichnungen (AOP) von den schweizerischen Regierungsbehörden immer anerkannt werden. Diesbezüglich spielen letztere eine zweischneidige Rolle, indem sie einerseits den Schutz des Namens Gruyère im internationalen Bereich unterstützen und gleichzeitig auf nationaler Ebene die Promotionsunterstützungen reduzieren.

Der internationale Geltungsbereich ist ein wichtiger Aspekt beim Verkauf von Gruyère AOP, da ungefähr 40% des Produktionsvolumens exportiert werden. Die Branche ist offen für Freihandelsabkommen mit einem klaren Rahmen, der den Schutz von Bezeichnungen und ein vereinfachtes Verfahren umfassen muss.

Die Sortenorganisation Gruyère ist auch im Projekt der Privatisierung der Kulturen von Agroscope involviert. Es handelt sich hier um ein nationales Erbe, das in schweizerischen Händen bleiben muss. Dasselbe gilt natürlich für die Erhaltung und die Entwicklung von neuen Kulturen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass Agroscope inskünftig eine angewandte Forschung aufrechterhält.

Das sind die zukünftigen Herausforderungen der Sortenorganisation Gruyère, die sich mit ihrer jungen Erfahrung von zwanzig Jahren stark macht, um den Konsumentinnen und Konsumenten auf der ganzen Welt je nach ihrem Geschmack einen gaumenerfreuenden Gruyère AOP anbieten zu können.

Für ergänzende Auskünfte: Philippe Bardet, Direktor, 079/317.82.61

Pringy, 19. Juni 2018

 


Lesen Sie ebenfalls ...

Käse für das Jahr 2019 von dem Waadtländer Staatsrat

Artikel lesen

Presse Mitteilung

Artikel lesen

Presse Mitteilung

Artikel lesen